Gab es etwas, das dich besonders überrascht oder beeindruckt hat?
Es war überraschend zu sehen, wie stark sich das private Hochschulsystem in Chile von unserem unterscheidet. Diese Erfahrung hat mir den hohen Wert des freien Bildungszugangs und der gesicherten Arbeitsverhältnisse für Promovierende in Deutschland verdeutlicht. Zudem habe ich die Vorteile des Wirtschaftsstandorts Deutschland mit seinen zahlreichen Kooperationen und Projekten mit der Industrie schätzen gelernt.
Wie war die Arbeit und das Leben an deiner Gastuniversität?
Der Aufenthalt an der Gastuniversität war sehr angenehm und von einer offenen Atmosphäre geprägt. Ich wurde am Institut sehr herzlich willkommen geheißen und war durch die gemeinsamen, geselligen Mittagspausen schnell in den Institutsalltag integriert. Neben dem fachlichen Austausch stärkten Freizeitaktivitäten wie Barbesuche oder ein gemeinsamer Ausflug in die Anden den Zusammenhalt. Besondere Highlights waren das PEClab Asado, ein traditionelles Grillevent bei Professor Rojas, sowie die gemeinsame Zubereitung von Completos.
Was nimmst du aus deinem Aufenthalt mit? Würdest du den Auslandsaufenthalt über die „Future Mobility Grants“ weiterempfehlen und warum?
Besonders nachhaltig war die Erfahrung, eine andere akademische und kulturelle Arbeitsumgebung kennenzulernen. Gleichzeitig zeigte sich, dass das Leben außerhalb der Universität mit nur geringen Spanischkenntnissen gelegentlich herausfordernd sein kann.
Trotz kleinerer, vor allem sprachlicher Hürden kann ich einen solchen Forschungsaufenthalt allen zukünftigen Geförderten nachdrücklich empfehlen! Die fachlichen, persönlichen und interkulturellen Erfahrungen sind einzigartig und sehr wertvoll für die eigene Entwicklung.